Bremer Barockorchester - Solisten

Ryo Terakado Ryo Terakado
Violine

Ryo Terakado

Ryo Terakado, geboren in Santa Cruz/Bolivien, begann bereits als Vierjähriger mit dem Geigenspiel. Zehn Jahre später erhielt er den zweiten Preis beim „All Japan Youth Musical Competition“, um anschließend an der Toho-Gakuen Musikhochschule Tokyo Geige, Kammermusik und Dirigieren zu studieren.

Zwischen 1984 und 1986 war er einer der Konzertmeister des Tokyo Philharmonic Symphony Orchestra.

Mit neunzehn Jahren erwachte sein Interesse für die Barockvioline. In den ersten Jahren versuchte er sich als Autodidakt, um 1985 ein Studium bei Sigiswald Kuijken am Koninklijk Conservatorium Den Haag aufzunehmen, das er 1989 mit dem Solistendiplom erfolgreich abschloss.

Seit 1987 wirkte er bei vielen Barockorchestern Europas und Japans als Konzertmeister, so bei Les Arts Florissants, bei La Chapelle Royale, bei Collegium Vocale Gent, bei dem Tokyo Bach-Mozart Orchestra, bei La Petite Bande, bei il Gardellino und bei dem Bach Collegium Japan.

1987 gründete er das Tokyo Baroque Trio, mit dem er zahlreiche Tourneen unternahm. Dieses Ensemble, wurde bedingt durch eine spätere Erweiterung in Tokyo Baroque umbenannt.

Als Dirigent trat er erstmals 1994 beim Hokutopia International Music Festival in Tokyo in Erscheinung. Er dirigierte Opern von Monteverdi, Purcell, Rameau, Lully, Gluck, Haydn und Mozart.

Neben vielen Solo- und Dirigentenauftritten ist er mit dem Kuijken- Ensemble und Robert Kohnen als Cembalist auf Tourneen unterwegs.

Derzeit unterrichtet Ryo Terakado Barockvioline und Barockorchesterleitung am Koninklijk Conservatorium Den Haag. Er ist einer der Konzertmeister der Ensembles Bach Collegium Japan, La Petite Bande, Mitglied des Kuijken-Quartetts und des Ensembles il Gardellino. Seit einigen Jahren widmet er sich auch dem Spiel des durch Dmitry Badiarov rekonstruierten Violoncello da spalla, einem Schultercello, welches in naher Verwandtschaft zur Viola pomposa steht.

Zahlreiche Einspielungen für die Labels Recercar, BIS, Columbia-DENON und Accent sowie Rundfunkmitschnitte dokumentieren sein vielfältiges Schaffen. Mit il Gardellino nahm er die Konzerte für Oboe und Violine von Johann Sebastian Bach, die Concertos für Flauto d’amore, Oboe d’amore und viola d’amore von Christoph Graupner sowie die Geigenkonzerte von Johann Friedrich Fasch auf.