Presse

Weserkurier, November 2017, Barock:Exotisch

…eine überaus reizvolle und unterhaltsame Lehrstunde in Sachen Musikgeschichte, die indes gänzlich ohne trockene Theorie auskam, dafür mit großartigen Musikbeispielen rundum begeisterte.

Optimal ausgewogen und mit spielerischer Leichtigkeit wurden die Sätze intoniert…

Ein „Grave“, mit viel Sensibilität und Ausdrucksfülle vorgetragen, leitete [Georg Muffats] Ciacona ein. Mittels rhythmischer Prägnanz, aber auch einer ruhig geführten, dabei von überaus kunstvoll gestalteten Verzierungen umrankten harmonischen Linie, formte das Orchester bezaubernd kaleidoskopische Klangbilder…

Einen echten Clou landeten die Bremer mit der zweiten Konzerthälfte…Leidenschaftliche musikantische Ausführung brachte dabei ungezügeltes Vergnügen, Heiterkeit und Ausgelassenheit zum Ausdruck…

…die beiden strahlend hellen Frauenstimmen [Swantje Tams Freier, Lore Agustí] harmonierten timbrisch ausgezeichnet miteinander, ebenso auch in neckischen Trio-Tändeleien mit Bariton Jorge Alberto Martínez…

…Bläser und Streicher wetteiferten mit immer komplizierter werdenden Trillern und Koloraturen in turbulentem Gegen- und Miteinander. Ein grandios gespieltes Blockflötenkonzert (Solistin: Anninka Fohgrub) unterstrich klangschön die temperamentvolle, unbeschwerte Fiesta-Stimmung. Schließlich, als Zugabe nach enthusiastischem Beifall, ein spontan improvisierte Galliarde, an der Zuhörer und Ausführende gleichermaßen ihre helle Freude hatten.

Nordsee Zeitung, März 2017

Als Sinkovsky den Bogen seiner Solovioline hob, begann ein atemberaubendes Streichen durch die vier Jahreszeiten. Das Barockensemble zauberte mit Tönen voller Zartheit und Temperament Frühlingsbilder in die Vorstellungswelt des Publikums.

Die Freude über den frühlingshaften Zusammenklang ihrer Interpretation war allen Musikern ins Gesicht gezeichnet. Der Überschwang des Sommers, der Erntedank im Herbst und die klirrende Kälte des Winters folgten in eben solcher Eindringlichkeit.

Das Publikum (...) zeigte seine uneingeschränkte Begeisterung durch frenetischen Beifall, stampfende Füße und stehende Ovationen. Ein Grund für zwei Zugaben...

Weser Kurier, Juni 2016

Das erst im Jahr 2015 gegründete Ensemble besitzt nicht nur hörbar profunde Kenntnisse im barocken Musikstil und eine tadellose Spieltechnik, sondern es verfügt auch über einen homogenen Klang, der durch das gegenseitige, aufmerksame Aufeinanderhören die kammermusikalische Transparenz nie verliert.

...vitale Akzente in der melodischen Ausformulierung und der Tempowahl...

Im Tripelkonzert für Traversflöte, Violine, Violoncello, Streicher und Basso continuo lieferten die Solisten (...) eine ausgefeilte, besonders im langsamen Satz sehr subtile Wiedergabe.

Die Konzerte für Streicher von Francesco Durante und Antonio Vivaldi (letzteres eingeleitet durch ein stimmungsvolles Vorspiel der Continuo-Gruppe) sorgten für einen angenehmen Kontrast...hier überzeugten die prägnanten musikalischen Charaktere ebenso wie die gelungenen Kontraste zwischen satten Tutti-Klängen und elaborierten solistischen Abschnitten.

Weser Kurier, Oktober 2016

Das Bremer Barockorchester begeisterte in der Kirche Unser Lieben Frauen mit einer exzellenten Aufführung der schönsten Tanzweisen des Komponisten Jean-Baptiste-Féry Rebel.

Erst im letzten Jahr gegründet, hat das Ensemble bereits mit ausgefeilter Spieltechnik und stimmigen Interpretationen auf sich aufmerksam gemacht. Auch diesmal überzeugten die jungen Musiker von Beginn an mit perfektem Zusammenspiel und effektvoller Phrasierung.

Mitreißend und dynamisch präsentierte das Orchester unter der dezenten, sehr umsichtigen Leitung von Primgeigerin Olivia Centurioni die reizvollen, von purer Lebensfreude durchdrungenen Werke. Jede der unzähligen Verzierungen wurde mit der Präzision eines gut geölten Räderwerks ausgeführt, stets unter exakter Beachtung verschiedenartiger Metren und klarer Differenzierung.

Ein erfrischendes Amüsement, das für seine exzellente Ausführung begeisterten Beifall erhielt.

Weser Kurier, März 2016

Mit berauschender Verve gingen die jungen Musiker ans Werk, jede Phrase, jede Sequenz lebhaft und sorgfältig gestaltend.

...brillant ausgeführte Verzierungen, warm tönende Harmonien und prägnante Rhythmik...

...inbrünstige, auf engstem Raum erzählte Geschichten voller Ausdruckskraft.