Freitag, 09. März 2018, 20 Uhr
Unser Lieben Frauen Bremen

"SIMPLICISSIMUS"
Ein barocker Eulen-Spiegel
Saisoneröffnung 2018

Liebesgeschichten, Katzengesang und Schlachtengetümmel stehen im Mittelpunkt dieses Programmes mit Musik aus dem Mitteleuropa des 17. Jahrhunderts.

Mit verschiedenen Werken des Früh- und Hochbarock zeigt das Bremer Barockorchester, wie abwechslungsreich und bildhaft die Ensemblemusik dieser Zeit in Mitten vieler politischer Wirren und kriegerischer Auseinandersetzungen war. Mit einfachsten Mitteln – durch den Einsatz eines reinen Streichorchesters und zweier Sänger – lassen beispielsweise der Österreicher Heinrich Ignaz Franz von Biber oder auch der Wahl-Schwabe Daniel Speer für die damalige Zeit geradezu „exotische“ Welten entstehen und vertonen ungarische oder griechische Tänze, gewaltiges Schlachtengetümmel, Trauergesänge und launige Narrengeschichten.

Von Carlo Farina, einem Italiener, der auch in Dresden und Bonn lebte, erklingt Musik, die verschiedene Tierstimmen nachzeichnet und insgesamt durch den Einsatz verschiedener außergewöhnlicher Spieltechniken ihrer Zeit voraus scheint. Es jault und kratzt, dass es eine Freude ist! Gepaart mit Momenten, die den simplen, puren Klang des barocken, darmbesaiteten Streichorchesters in den Vordergrund stellen, entsteht so eine äußerst farbige Klangwelt, die auch die Zuhörer heutiger Tage immer wieder überrascht.

Es erklingen Werke von Daniel Speer (1636-1707), Heinrich Ignaz Franz von Biber (1644-1704), Carlo Farina (1600-1639) und Johann Heinrich Schmelzer (1623-1680)