Telemann goes East − Musikalische Streifzüge zwischen Polen und dem Bosporus
Der Barock war eine Zeit der musikalischen Neugier. Komponisten lauschten den Klängen fremder Länder, ließen sich von Tänzen und Rhythmen inspirieren und verbanden das Gehörte mit ihrer eigenen Tonsprache. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dies am Beispiel des Hamburger Komponisten Georg Philipp Telemann, der sich während seiner Zeit in Polen intensiv von der dortigen Volksmusik anregen ließ. In seinen Werken verbindet er die Eleganz der barocken Orchestermusik mit der rhythmischen Kraft der polnischen Folklore.
Das Bremer Barockorchester folgt weiteren Spuren dieser erstaunlich vielfältigen europäischen Musikkultur mit Werken von Komponisten wie J. G. Janitsch, J. V. Meder, A. A. Schmelzer und J. J. Fux. Auch Janitsch und Meder greifen in ihren Werken musikalische Traditionen Osteuropas auf. Eine andere Klangwelt eröffnet dagegen die „Turcaria“ von Fux und Schmelzers „Türkenschlacht bei Wien“: Mit markanten Figuren beschwört die Musik ein martialisches Bild des Orients herauf und zeigt, wie stark die europäischen Komponisten von den politischen Ereignissen ihrer Zeit geprägt waren.
Programm
Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Ouverture-Suite TWV 55:D12
Johann Valentin Meder (1649-1719)
Sonate „Der polnische Pracher“
Andreas Anton Schmelzer (1653-1701)
Violinsonate „Die Türkenschlacht bei Wien“
Johann Gottlieb Janitsch (1708-1763)
Sinfonie in Es-Dur
Sonata da Camera in g-Moll
Johann Valentin Meder (1649-1719)
Chaconne
Johann Joseph Fux (1660-1741)
Partita „Turcaria“
Georg Philipp Telemann
Concerto polonois TWV 43:G7
Künstlerische Leitung: Néstor F. Cortés Garzón
27. Februar 2027
Konzert: 20 Uhr
Ort: Unser Lieben Frauen Kirche
Adresse: Unser Lieben Frauen Kirchhof 27-29, 28195 Bremen